Trotz der Ausweitung integrierter Schulangebote trägt das Schulsystem in NRW nach wie vor dazu bei, soziale Ungleichheit im Land zu verstärken.
Wie wollen Sie mehr Chancengleichheit bei Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder Handicaps erreichen?
CDU: "Bildung ist Bürgerrecht. Wir sagen der Bildungsarmut den Kampf an. Wir wollen mehr Chancengerechtigkeit, Durchlässigkeit und faire Chancen für alle. Wir wollen die Qualität in den Kindertagesstätten verbessern. Wir wollen aus der Schnittstelle zwischen Kindergarten und Schule eine Verbindungsstelle machen, um den Übergang zur Grundschule zu erleichtern."
SPD: "Mit 42 Sekundarschulen und 19 Gesamtschulen, die dieses Schuljahr starten, haben wir den richtigen Weg eingeschlagen. Weitere werden folgen. Der nächste Schritt ist die Umsetzung der Inklusion. Individuelle Förderung, kleinere Klassen und der Ausbau von Ganztagsangeboten tragen dazu bei, kein Kind zurückzulassen."
Bündnis 90/Die Grünen: "Wir haben den Weg frei gemacht für den Ausbau integrierter Schulformen und einen Gründungsboom ausgelöst. Es braucht Zeit, bis messbare Ergebnisse zum Abbau sozialer Ungleichheit vorliegen. Bei der Inklusion werden wir mit zusätzlichem Personal und Fortbildungen für Bildungschancen für alle Kinder sorgen, unabhängig von ihrer Herkunft und Handicaps."
FDP: "Gute Bildung wird durch individuelle Förderung, Ganztagsangebote, kleinere Klassen und gut ausgebildete Lehrer gewährleistet. Dies muss verstärkt und gleichberechtigt an allen Schulformen unterstützt werden. Integrierte Schulangebote können gerade schwächere Schüler überfordern, weil sie eben nicht individuell gefördert werden."
Die Linke: "DIE LINKE will eine Garantie für einen Gesamtschulplatz und echte Ganztagsschulen. Der Inklusionsprozess für Menschen mit Handicap muss organisatorisch und finanziell gestärkt werden, z.B. eine zweite Lehrkraft im Unterricht an der Regelschule. DIE LINKE fordert eine Garantie auf einen Platz im Gemeinsamen Unterricht."
Die Piratenpartei: "Um Chancengleichheit herzustellen, setzen wir auf die inklusive Schule, kleinere Klassengrößen und individuelle, gezielte Förderung der Schüler in einer fließenden Schullaufbahn. Hierzu soll das pädagogische Fachpersonal besser geschult und entlastet werden, indem Verwaltungstätigkeiten in den administrativen Bereich verschoben werden."