Ein Viertel der Menschen in NRW hat einen Migrationshintergrund, bei den Kindern und Jugendlichen liegt der Anteil deutlich höher, mit steigender Tendenz.
Wie wollen Sie die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien stärker fördern? Welche Unterstützung können Vereinigungen junger Migrantinnen und Migranten und Verbände von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund von ihnen erwarten?
CDU: "Integration gelingt nicht per Gesetz, sondern dort, wo Zuwanderer und Einheimische respektvoll zusammen leben. Vor allem in Vereinen, Organisationen und bei gemeinsamen Formen ehrenamtlichen Engagements findet Integration statt. Denn sie wirken als Grundlage für Begegnung und Verständigung. Eine Stärkung der Migrantenselbstorganisationen ist sinnvoll."
SPD: "Nordrhein-Westfalen fördert als erstes Flächenland mit dem bundesweit beachteten Integrations- und Teilhabegesetz soziale Chancengleichheit, kulturelle Anerkennung und politische Partizipation. Damit haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller an Arbeit, Bildung, Wohnen und im gesellschaftlichen Leben."
Bündnis 90/Die Grünen: "In jeder kreisfreien Stadt und jedem Kreis wollen wir Integrationszentren einrichten, die u.a. die Aufgabe „Integration durch Bildung“ für Kinder/Jugendliche mit Migrationshintergrund erhalten. Für Organisationen junger MigrantInnen stehen Fördermöglichkeiten bereit, die wir erhalten und durch Senkung des Eigenanteils zugänglicher machen wollen."
FDP: "Neben Schule, Familie und Beruf ermöglicht vor allem Kinder- und Jugendarbeit Begegnungen von Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte, wirkt so integrativ und bietet oft den einzig nicht kommerziellen Ort für die Freizeit. Dies gilt es im Zusammenspiel mit dem Integrationsgesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken."
Die Linke: "Im Landtag haben wir die Anerkennung der natürlichen Mehrsprachigkeit durchgesetzt. Wir fordern ein Antidiskriminierungsgesetz für NRW und die Stärkung der Beratungsstrukturen. Wir wollen, dass die UN-Kinderrechtskonvention („Wohl des Kindes“) endlich vorbehaltlos umgesetzt wird. Flüchtlingskinder müssen rechtlich gleichgestellt werden."
Die Piratenpartei: "Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien müssen endlich am Bildungssystem teilhaben. Dazu müssen Mittel bereitgestellt werden, die die Eltern in regelmäßigen Abständen als Ansprechpartner über notwendige "nächste Schritte" informiert. Die Eltern müssen wissen, was zu gegebener Zeit getan werden kann oder muss"