Derzeit wird intensiv über Konzepte einer „eigenständigen Jugendpolitik“ diskutiert. Dies hat beispielsweise zum Ziel, das Kinder und Jugendliche betreffende politische Handeln zu bündeln und unter Beteiligung junger Menschen weiterzuentwickeln.
Wie stehen Sie zur Entwicklung einer solchen eigenständigen Jugendpolitik? Wie sehen Sie für die kommende Legislaturperiode das jugendpolitische Engagement des Landesjugendrings NRW, z. B. mit seinem Projekt „umdenken – jungdenken! Frische Ideen für NRW“?
CDU: "Kinder- und Jugendbeteiligung ist kein Selbstzweck. Wir betrachten es als eine Bereicherung für die Gesellschaft. Wir wollen eine angemessene Würdigung und Unterstützung für alle Ebenen. Kinder und Jugendliche lernen von Erwachsenen. Dieser Lernprozesse funktioniert auch umgekehrt. Wir wollen die Expertenschaft junger Menschen nicht vernachlässigen. "
SPD: "Eine eigenständige Jugendpolitik, die alle für Kinder und Jugendliche relevanten politischen Maßnahmen bündelt, wird von uns sehr begrüßt. Wir sehen darin das Gegenstück zu unserer schon im Koalitionsvertrag 2010 festgeschriebenen Idee eines Politikfeldes Jugend. Betroffene zu Beteiligten zu machen, ist dabei Grundlage unserer Politik."
Bündnis 90/Die Grünen: "Für uns Grüne hat eine eigenständige Jugendpolitik einen hohen Stellenwert. Der Landesjugendring war und ist dabei ein wichtiger Partner, aber auch Ideengeber und Kritiker. Wir freuen uns auf das neue Projekt und wünschen gutes Gelingen. Wir sind als Grüne gerne bereit, unseren Beitrag in der neuen Wahlperiode dazu zu leisten."
FDP: "Eigenständige Jugendpolitik begrüßen wir ausdrücklich. Die Einbindung junger Menschen ist uns ein zentrales Anliegen. Deshalb haben wir uns im Landtag für mehr Jugendbeteiligung eingesetzt. Die Förderung von kommunaler Partizipation wollen wir ausbauen, um die Städte und Gemeinden kinder- und jugendgerechter zu machen und für Demokratie zu werben."
Die Linke: "Das angekündigte Projekt ‚umdenken – jungdenken‘ überzeugt vor allem durch die darin breit angelegte Partizipation möglichst vieler Jugendlicher in ganz NRW. DIE LINKE wird sich an den Diskussionen und der Entwicklung einer eigenständigeren Jugendpolitik gerne beteiligen – denn KiBiz ist viel, aber eben nicht alles."
Die Piratenpartei: "Politik muss sich immer an denen orientieren, für die und mit denen sie gemacht wird. Das jungendpolitische Engagement kann für die nordrheinwestfälische Politik nur ein Gewinn sein."