Kinder-/Familienarmut

Kinder- und Familienarmut

Mehr als jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen lebt in Armut und damit in einer armen Familie.
Was kann das Land nach Ihrer Vorstellung für mehr Arbeit, gegen prekäre Arbeitsverhältnisse, gegen Kinder- und Familienarmut und für die Grundsicherung aller Menschen im Land unternehmen?

Die Antworten (es waren maximal 350 Zeichen erlaubt):

CDU: "Auf dem letzten Bundesparteitag haben wir die Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze und unsere Position zur Thematik „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ beschlossen. Hierzu wird die Bundesregierung eine Kommission einsetzen, die die Höchstabweichdauer von equal pay festlegt, sofern die Tarifparteien sich bis dahin nicht einigen können."

SPD: "Armut ist vor allem Einkommensarmut, daher setzen wir uns für einen gesetzlichen Mindestlohn und öffentlich geförderten sozialen Arbeitsmarkt ein. Mit dem Mindestlohn für öffentliche Aufträge haben wir ein wichtiges Zeichen gesetzt. Familienpolitisch bauen wir auf die Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur und die Gebührenbefreiung im Kindergarten."

Bündnis 90/Die Grünen: "Es ist notwendig, den Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit und vererbter Armut zu durchbrechen. Wir haben mit der Abschaffung von Studien- und Kitagebühren Familien um 400 Millionen Euro entlastet und damit Schwellen zum Bildungserwerb gerade für Geringverdienende abgeschafft. Auf Bundesebene treten wir für eine eigene Kindergrundsicherung ein."

FDP: "Beste Chancen für alle Kinder durch individuelle Förderung, zukunftssichere Arbeitsplätze und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind zentral. Zur Stärkung der Chancengerechtigkeit wurde das Bildungs- und Teilhabepaket auf den Weg gebracht. Die FDP will ein bedarfsdeckendes Mindesteinkommen („Bürgergeld“)."

Die Linke: "Wir fordern einen landesweiten Aktionsplan zur Beseitigung von Armut, den Ausbau der sozialen Infrastruktur wie u.a. des sozialen Wohnungsbaus und der Jugendzentren. Der Kita-Ausbau muss angegangen werden. Auf Bundesebene müssen die Hartz-Gesetze durch eine repressionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden."

Die Piratenpartei: "Die Piraten stehen für ein Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe. Hierzu gehört, neben Reformen der Hartz IV Gesetzgebung, Begrenzung von Leiharbeit auf Auftragsspitzen und einem Mindestlohn, auch die Prüfung verschiedener Modelle einer bedingungslosen Grundsicherung, zur Sicherung der Lebensgrundlage der Bevölkerung."

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